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Jugendclub- Club 21, entstanden 1975 aus einem Heizungskeller


Ich weiß zwar nicht mehr wie wir Jugendlichen und Auszubildenten an die Räume des Heizungskeller im Thomaskirchhof 21 gekommen sind, jedoch kann ich mich wohl an das Anfangsstadium des Aufbaus erinnern.

Langer und schmaler Eingangsbereich in Richtung Innenhof, dann nach rechts abgebogen und eine enge Metalltreppe hinunter gestiegen. Rechts der Heizungskeller mit Kesseln und einem Schwimmbecken ähnlichen Gebilde in der Mitte des Raumes. Geradeaus wieder ein enger Gang, daran grenzten 2 Räume, nicht sehr hoch, also für 2 Metermenschen wäre es schon schwierig gewesen gerade zu stehen.

Aus einem der Räume enstand vorerst ein Aufenthaltsraum mit ausgelegten Matratzen im anderen Raum hatten wir Tischtennisplatten aufgestellt, ja so fing alles an.

Schon 2 Jahre später endeckten wir 2 weitere Räume und kamen auf die Idee eine Bar und eine Tanzfläche aufzubauen, was dann auch in die Tat umgesetzt worden ist.

Zuallererst hatten nur Jugendliche des Baukombinates Zutritt zu dem neu enstandenen Club, aber es dauerte nicht lange und es sprach sich in ganz Leipzig rum das da ein Club entstanden ist. Selbstverständlich waren wir aus dem Baukombinar Leipzig keine Egoisten und liesen auch andere Jugendliche an unserem neu gewonnen Jugendclub Teil haben.

Im laufe der Jahre etablierte sich der Club so schnell, das selbst zu den Leipziger Messen die angereisten Menschen zu uns in den Club kamen. Denn: Zum alljährlichen Messetrubel (Leipziger-MMM) im Frühjahr und im Herbst wurden die Preise in den öffentlichen Diskotheken und Gaststätten dermaßen erhöht, dass es für einige nicht erschwinglich war sich einewenig zu amüsieren. Doch wir boten ein Mixgetränk zu 2,50 Ostmark und der Eintritt lag bei 1,10 Ostmark, ein Essen war nicht teurer als 3,50 Ostmark.

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Und so gelang es uns, unseren einfachen Jugendclub zu einem der beliebtesten Diskotheken zu machen, der Club war manchmal wirklich total überfüllt, so das wir nach weiteren Räumen suchen wollten und siehe da, hinter leicht gemauerten Bauwerk, wieder ein schöner Raum. Ich möchte nicht spekulieren, die Räume wurden aus einem bestimmten Zweck einmal gebaut, dann aber nicht mehr benötigt und einfach zugemauert. Denn die Stasi hatte ja auch ihren Sitz ganz in der Nähe des Jugendclubs (Runde Ecke).

Auf jeden Fall bauten wir aus den neu gewonnen Räumen eine weitere Bar mit Tanzfläche und konnten dann auch noch unsere kleine Küche erweitern. Damit hatten wir die schönste und atraktivste Jugenddiskothek in Leipzig geschaffen. Viele Künstler boten ihr Programm an, was wir selbstverständlich auch Händeschüttelnd annahmen. Und so wurde im laufe der Jahre der Jugendclub Club 21 gegründet. Selbstverständlich für die Öffentlichkeit zugelassen und sehr beliebt.

Leider war dann in der Mitte der 90ziger Jahre Schluss, Eigentümer meldeten sich und wollten hohe Pachtgebühren, das Aus für den Jugendclub Club 21. Dennoch erinnert das Cafe Palü in der Sebastian Bach Str. in Leipzig an die alten Zeiten und aller 2 Jahre treffen sich die alten Hasen und erzählen schöne Geschichten über die Zeiten des Jugendclubs.

 

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© by Heidrun Wegfraß | geändert am: | HP online seit 2005