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Sie fragen sich

Müllfahrer

1. Werden die Menschen dann noch einer Beschäftigung nachgehen?

An einem Beispiel erklärt: Es gibt auch heute in unserer Gesellschaft Menschen die bestimmter Arbeit angetan sind, z.Bsp. die den Müll entsorgen. Fragen sie doch einmal einen Müllfahrer ob er seine Arbeit gerne macht, er wird ihnen sagen das er das gerne tut, da er immer vermutet das einige Menschen Dinge in den Müll schmeißen die noch gar nicht zum wegwerfen gedacht sind, er diese Dinge aber noch sehr gut gebrauchen kann. Allerdings muss so eine Arbeit auch entsprechend entlohnt werden, was heute ja nicht der Fall ist. Beispiel: "Die Praxis vieler Kommunen, den Müll grundsätzlich vom billigsten Anbieter entsorgen zu lassen, hat in der Branche zu einem ruinösen Wettbewerb geführt. Mancher Müllfahrer erhält nur noch 4,80 Euro pro Stunde - Tarif wären elf Euro."
Dann wird er dieser Arbeit auch weiter nachgehen, denn glauben Sie vielleicht das er selbst im Müll ersticken möchte. Der wird nicht freiwillig in seiner Wohnung sitzen und träge den ganzen Tag das Däumchen drehen, nein er wird sich in die Gesellschaft einbringen wollen, da er ja nicht mehr nur der dumme Müllfahrer ist sondern ein Teil des Ganzen.
Heute wird von dem erarbeiteten Lohn der größte Teil durch Steuern und Vorsorgemittel wieder abgezogen, es bleibt also nicht mehr als einem nichtarbeitenden Menschen vom Lohn übrig, dennoch hält es Menschen von einem harten Job nicht ab, es weiter zu tun.
Mit einem Grundeinkommen wird es eher leichter fallen auch diese Arbeiten zu erledigen, da man ja das notwendigste daraus finanzieren kann und den Lohn, den man dann noch erzielt, für seine eigenen Ansprüche an Dingen nutzen kann.

2. Wäre Beschäftigung dann nicht überflüssig?

Nein so kann man das nicht sehen, denn mit dem Grundeinkommen wäre die Möglichkeit gegeben seine eigene Lust an dem was man gerne tun würde oder etwas schaffen zu wollen, was man bisher aus finanziellen Gründen gar nicht erst anfangen konnte, es motiviert mehr seine Vorstellungen in die Tat umzusetzen.
Mag sein, das es Menschen gibt die keine Lust haben etwas in die Gesellschaft einzubringen, zumindest nicht was mit Arbeit zu tun hat, doch die gibt es auch schon heute und wird es immer geben. Jedoch sind auch diese Menschen für die Gesellschaft nützlich, denn sie benötigen auch einen Müllfahrer, einen Lebensmittelladen und, und ..., somit tun sie genauso etwas für alle. Der Vorteil Arbeit aufzunehmen wächst eigentlich in diesem Sinne wesendlich stärker, denn von seinem Lohn wird ja nichts wieder abgezogen, man kann dann seine Bedürfnisse an dem was hinzu verdient wird vollends befriedigen.

3. Geld für jeden, auch wenn er keiner Beschäftigung nachgehen wird?

Wie schon unter Punkt 2 steht, sind auch Menschen die keine Ambitionen zur Arbeit sehen, vollends in den Ablauf des Nehmens und Gebens integriert, auch schon deshalb weil im Erwerbsarbeitssektor nicht mehr die Arbeitsplätze entstehen werden, die für „Vollbeschäftigung“ nötig wären. Die Technik hält immer mehr Einzug, Arbeiter werden weniger gebraucht, die Menschen werden dadurch entlastet. Das Grundeinkommen wird die Menschen anregen etwas Sinnvolleres aus ihrem Leben zu machen, zumal sie von den Schikanen der Argen und Arbeitsämter unabhängig und befreit sind. Das ist heute mit dem sinnlosen Hartz IV gar nicht möglich und würde auch niemals aus einem Arbeitslosen einen Kreativen machen, der mit Freude an seine Arbeit gehen wird.

4. Werden sich die Menschen trotzdem weiterentwickeln und sich bilden?

Gerade und dann erst recht, schauen sie sich das an einem Beispiel mal an. Ihr Kind hat unendlich Tatendrang, ist wissbegierig und neugierig, es fragt Sie ständig – wie geht das, darf ich das auch machen usw. Dann der Einschulungsprozess, sie sind aufgeregt und freuen sich sogar darauf. In der heutigen Zeit wird das aber schon in der 4. Klasse unterdrückt, es beginnt der wahre Ernst. Da werden sie unterschiedlich motiviert, bekommen Ärger mit den Mitschüler die, die aus einer Familie stammen, die nicht die finanziellen Mittel aufbringen können, werden gar gehänselt. Mit einem Grundeinkommen sind alle gleich, keiner muss wegen weniger Geld sich so etwas unterziehen. Die Harmonie in den Klassen wird riesig sein, das führt dann zu mehr Lernfähigkeit ohne die Lust daran zu verlieren. Das Ganze wird sich dann bei hochbegabten Kindern und Jugendlichen in ihrem weiteren Verlauf der Bildung deutlich an ihren Leistungen zeigen.

Kurve5. Wenn nicht alle arbeiten, wird dann nicht alles mehr kosten?

Das wird so nicht sein, denn durch ein Grundeinkommen haben auch die Unternehmen Entlastungen, können mehr investieren und sind frei von Lohnabgaben und ihren eigenen Anteil daran. Warum sollten sie dann ihre Waren und Leistungen teurer machen? Sie müssen nur die Konsumsteuer auf die Preise umlegen sonst nichts.
Da der Konsumsteuerausgleich sich in der Wirkungsweise und Durchführung nicht von der Mehrwertsteuer, die auf den Endverbrauch der Ware weitergegeben wird unterscheidet, kann man ihn auch durch diese ersetzen.

Zum Schluß kann es auch so gesagt werden:

Das Wachstumspotenzial in der Wirtschaft schlägt sich nieder auf jeden Bereich der Gesellschaft. Bildung, Umwelt, Kultur erfahren einen rasanten Aufschwung, die Menschen werden vermehrt die Muße finden, die zu einem sinnerfüllten Leben dazugehört, den Raum, sich anderen zuzuwenden und sich selbstbestimmt entwickeln zu können. So kann es die Bevölkerung schaffen sich auf das zu konzentrieren was das eigentliche ihres Lebens ist, Kinder erziehen, Freude haben, frei sein. Nicht alle Menschen werden Vollkommen sein, das wird sich auch nicht ändern, aber entwickeln werden sich auch diese. Da ist es egal ob man die Mehrwertsteuer für das Grundeinkommen verwendet oder die Konsumsteuer, es wird immer wieder in den Umlauf des Prozesses zurückfliesen.

Es entsteht wieder Gestaltungsspielraum, wenn wir nur wollen und so entsteht der Raum dafür, jedem ein bedingungsloses Grundeinkommen zuzubilligen.

 

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© by Heidrun Wegfraß | geändert am: | HP online seit 2005